Experten sind perplex: Rätselhafte Tierchen beißen Schüler in Australien blutig

An Australiens Stränden droht möglicherweise eine neue Gefahr – nicht von Haien, Quallen oder Stachelrochen, sondern von kleinen Kreaturen, deren Identität noch nicht geklärt ist.
Der 16-jährige Schüler Sam aus einem Vorort von Melbourne musste nach einem Bad im Meer mit heftig blutenden Beinen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ärzte stellten zahlreiche Bisswunden in der Größe von Stecknadeln fest. Erst nach mehreren Stunden konnten die Blutungen zum Stillstand gebracht werden.
Ein Bericht der australischen Sendung „Sunrise“ zu dem Vorfall (nur auf Englisch):
https://youtu.be/amGwUkl-AAk?t=28s
Vermutet wird, dass es sich bei den Übeltätern um Seeläuse handeln könnte. Sicher sind sich die Experten allerdings nicht. Der Vater des Schülers fischte nach der Attacke von Samstagabend am Strand der Vorortgemeinde Brighton mehrere Dutzend der kleinen Tierchen aus dem Wasser. Er drehte dann ein Video, in dem zu sehen ist, wie die Tierchen auf rohes Fleisch losgehen, und stellte es ins Internet.
Video des Vaters:
Experten rätseln
Der Meeresbiologe Jeff Weir vom australischen Delfin-Forschungszentrum in Hastings äußerte am Montag die Vermutung, dass der Schüler von Seeläusen gebissen wurde, die sich normalerweise in tieferen Gewässern aufhalten. Der Parasiten-Experte Thomas Cribb von der University of Queensland sagte dazu allerdings, es wäre „extrem ungewöhnlich“, wenn Seeläuse solch starke Blutungen auslösen könnten.
Der Schüler könnten Opfer von Quallenlarven geworden sein, meinte ein anderer Experte, Michael Brown, im Fernsehsender Channel Seven. Allerdings schränkte auch er ein: „Ich mache das seit 20 Jahren – und so etwas habe ich noch nie gesehen. Das ist ein Rätsel für mich.“
Seeläuse sind kleine Krebstiere, die unter anderem durch Schäden in der Lachszucht bekannt geworden sind. Manchmal werden auch bestimmte Quallenlarven als Seeläuse bezeichnet. (dpa)
vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.
Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.
Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.
Ihre Epoch Times - Redaktion