mRNA-Pionier Malone: Corona kann mit Vitamin D behandelt und vorgebeugt werden

Vitamin D – das „Sonnenvitamin“. Es kurbelt das Immunsystem an und hilft uns, Krankheitserreger wie beispielsweise SARS-CoV-2 besser abzuwehren. Das sagt der Erfinder der mRNA-Impfung, Dr. Robert Malone, der viele Studien zu Vitamin D und Corona analysierte.
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Fischölkapseln. Symbolbild.Foto: iStock
Von und 22. Juni 2022


Corona kann mit Vitamin D behandelt und vorgebeugt werden, sagte Dr. Robert Malone, Erfinder der mRNA-Technologie und Präsident des Global COVID Summit.

„Es gibt praktisch keine Todesfälle durch diese Krankheit bei Menschen, deren Vitamin-D-Spiegel im Blut über 50 ng/mL [Nanogramm pro Milliliter] liegt“, meinte Malone in der Sendung „American Thought Leaders“ von EpochTV. Dazu lägen inzwischen viele Studien vor, darunter auch doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studien, so der Molekularbiologe.

Dr. Robert Malone in Washington am 29. Juni 2021. Foto: Zhen Wang/The Epoch Times

Vitamin D als Grippe-Vorbeugung

Eine 2021 in der Fachzeitschrift „Nutrients“ veröffentlichte Metaanalyse ergab, dass es „starke Beweise dafür gibt, dass ein niedriger D3-Spiegel ein Prädiktor [eine Vorhersagevariable] und nicht nur eine Nebenwirkung der [COVID-19]-Infektion ist“. Die Analyse empfahl einen Vitamin-D-Spiegel „von über 50 ng/ml, um neue Ausbrüche aufgrund von Fluchtmutationen oder abnehmender Antikörperaktivität zu verhindern oder abzuschwächen.“

50 Nanogramm pro Milliliter Vitamin D scheine „der Schwellenwert zu sein, bei dem es zu einer großen Veränderung der Sterblichkeit kommt“, erklärte Malone. Wenn der Vitamin-D-Wert darüber liegt, scheine es praktisch keine Sterblichkeit durch COVID-19 zu geben, so der Molekularbiologe. Zu dieser Erkenntnis sei er anhand der Daten gelangt, die er und andere Ärzte, die an vorderster Front gegen COVID-19 kämpfen, untersuchten.

Anderen Studien zufolge ist Vitamin D nicht nur für die Knochengesundheit wichtig, sondern auch für die Regulierung von Immunfunktionen und Entzündungsprozessen.

Bereits 2010 zeigte eine randomisierte, Doppelblind-Kontrollstudie aus Japan, dass die Einnahme von Vitamin D „eine signifikante präventive Wirkung gegen Influenza A“ aufweist. In der Studie wurde die Wirkung einer Vitamin-D-Supplementierung auf das Auftreten der saisonalen Grippe (Influenza A) bei Kindern im Alter von 6 bis 15 Jahren zwischen Dezember 2008 und März 2009 untersucht.

„Influenza A trat bei 18 von 167 (10,8 %) Kindern in der Vitamin-D3-Gruppe auf, verglichen mit 31 von 167 (18,6 %) Kindern in der Placebogruppe“, schreiben die Autoren. Außerdem traten bei Kindern mit asthmatischen Beschwerden Asthmaanfälle als sekundäres Ergebnis bei 2 Kindern auf, die Vitamin D3 erhielten, verglichen mit 12 Kindern, die ein Placebo bekamen.

Die Teilnehmer erhielten täglich 1.200 Internationale Einheiten (Maßeinheit für die Wirkung von medizinisch verwendeten Stoffen) Vitamin D3, das keine schwerwiegenden Nebenwirkungen hatte, oder ein Placebo.

Bei COVID-19 zeigte sich, dass Vitamin D – ein fettlösliches Vitamin beziehungsweise Hormon – zur Vorbeugung der Krankheit dient und die Sterblichkeit sowie die Wahrscheinlichkeit, auf die Intensivstation zu kommen, verringert. Einer israelischen Studie zufolge verlief Corona bei Menschen mit Vitamin-D-Mangel 14-mal häufiger schwerer.

Sonnenlicht ist der größte Lieferant von Vitamin D. Das Vitamin ist aber auch in verschiedenen Lebensmitteln zu finden. Foto: dreamsfolklore/iStock

Fauci: Behandeln Grippe nur mit Impfstoffen

Die positive Wirkung von Vitamin D auf das Immunsystem, insbesondere im Hinblick auf die Infektionsprävention, wurde laut Malone erstmals 2006 entdeckt.

Damals habe er einen Anruf von einem Arzt im Ruhestand bekommen, der bei der Armee tätig gewesen war, erzählte Malone. Der Arzt hatte für die Uniformed Services University of the Health Sciences [eine medizinische Fakultät der US-Armee] gearbeitet. Er hatte Verbindungen zum Geheimdienst und forschte seit Langem für das US-Verteidigungsministerium auf dem Gebiet der Atemwegserkrankungen, insbesondere der Grippe, erklärte der Molekularbiologe.

Er fügte hinzu: „Das Verteidigungsministerium hat das H1N1-Virus [die Spanische Grippe] von 1918 nicht vergessen, denn es spricht vieles dafür, dass es tatsächlich die Soldaten waren, die aus den Schützengräben zurückkamen und das Virus mit nach Nordamerika brachten. Die mit der Influenza verbundene Erkrankungsrate und Sterblichkeit liegt dem Verteidigungsministerium also sehr am Herzen, und das schon seit Jahrzehnten.“

Der oben erwähnte Forscher sei Mitte der 2000er-Jahre an einer Studie (PDF) beteiligt gewesen, so Malone weiter. Dabei habe er die Morbiditäts- und Mortalitätsdaten des Gesundheitsdienstes des US-Verteidigungsministeriums für Soldaten analysiert, um herauszufinden, welche Faktoren dahinter steckten, dass die Influenza manchen stark zusetzt, während andere sie fast gar nicht zu spüren scheinen. 

Das klare Ergebnis war, dass der Vitamin-D-Spiegel für diesen Unterschied verantwortlich ist. Der Forscher wurde von seinen Vorgesetzten angewiesen, die Daten Dr. Anthony Fauci vorzulegen.

Fauci ist seit 1984 Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Disease (NIAID). Das NIAID ist ein Forschungszentrum, das dem US-Gesundheitsministerium untergeordnet ist. Fauci ist für die Koordinierung der Forschung zuständig, die sich darum dreht, Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen und Allergien vorzubeugen, zu diagnostizieren und zu behandeln.

Der Forscher traf sich daraufhin mit Dr. Fauci und präsentierte ihm seine Befunde, setzte Malone seine Geschichte fort. Er habe erwartet, dass Fauci seine Entdeckung wertschätzen und Geldmittel bereitstellen würde, um Vitamin D großflächig zu fördern. Doch dem sei nicht so gewesen:

„Wie er mir erzählte, sagte ihm Tony Fauci stattdessen: ‚Wir verwenden keine Medikamente zur Behandlung der Grippe, wir behandeln die Grippe nur mit Impfstoffen.‘ Und damit war es vorbei“, sagte Malone. Dr. Fauci reagierte bis Redaktionsschluss nicht auf eine Anfrage der Epoch Times.

T-Zellen werden ohne Vitamin D nicht mobilisiert

Malone zufolge ist Vitamin D „in ausreichender Höhe notwendig, um die Gesundheit, insbesondere die T-Zellen, zu unterstützen“. T-Zellen haben zwei grundlegende Funktionen: Sie koordinieren die Immunantwort und töten virusinfizierte Zellen.

Forscher aus Dänemark fanden 2010 heraus, dass Vitamin D für die Aktivierung unserer Immunabwehr unerlässlich ist. Ohne Vitamin D würden die T-Killerzellen des Immunsystems nicht in der Lage sein, auf schwere Krankheiten im Körper zu reagieren und diese abzuwehren.

„Wenn eine T-Zelle einem fremden Krankheitserreger ausgesetzt ist, fährt sie eine Art Signaleinrichtung oder eine ‚Antenne‘ aus, den sogenannten Vitamin-D-Rezeptor, mit dem sie nach Vitamin D sucht“, sagte Dr. Carsten Geisler, Professor am Department of International Health, Immunology and Microbiology an der Universität Kopenhagen, in einer Pressemitteilung.

„Das bedeutet, dass die T-Zelle Vitamin D haben muss, sonst wird die Zelle nicht mehr aktiviert. Können die T-Zellen nicht auf genügend Vitamin D im Blut zugreifen, werden sie nicht einmal mobilisiert“, fügte er hinzu.

Zu viel Vitamin D ist schädlich

Weltweit haben über 1 Milliarde Menschen einen Vitamin-D-Mangel, wobei Menschen mit dunklerer Hautfarbe ein höheres Risiko dafür haben: 82 Prozent der Schwarzen und 69 Prozent der Latinos haben zu wenig Vitamin D.

Malone sagte, es sei wichtig, dass Menschen mit ihrem Arzt sprechen und einen einfachen Bluttest machen lassen, um den Vitamin-D-Spiegel in ihrem Blut zu messen, bevor sie Vitamin D einnehmen. Denn ein zu hoher Vitamin-D-Spiegel sei schädlich für den Körper. Außerdem nehme jeder Mensch Vitamin D unterschiedlich auf, erklärte der Erfinder des mRNA-Impfstoffs.

Zu viel Vitamin D kann zu einer Vitamin-D-Vergiftung führen. Das tritt selten auf. Dabei entstehen im Körper erhöhte Kalziumspiegel, was unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schwäche und hohem Blutdruck führen kann. Wenn sich Kalzium in den Organen ablagert, kann es zu Nierenversagen kommen. Um eine Vitamin-D-Vergiftung zu behandeln, müssen die Präparate abgesetzt und intravenös Flüssigkeit und bestimmte Medikamente verabreicht werden.

Ähnlich wie Malone empfiehlt auch der Radiologe Dr. Dennis Walker, dass Personen, die Vitamin-D-Präparate einnehmen, ihren Vitamin-D-Spiegel sechs bis acht Wochen nach Beginn der Einnahme überprüfen lassen sollten. 

Er fügte hinzu, dass pro 5.000 Einheiten Vitamin D3, man zusätzlich 100 µg Vitamin K2 einnehmen soll. Denn Vitamin K2 sorgt dafür, dass sich das durch das Vitamin D transportierte Kalzium nicht in den Arterien ablagert, sondern von den Knochen aufgenommen wird.

Dieser Artikel erschien im Original auf The Epoch Times USA unter dem Titel: COVID-19 Is Treatable and Preventable With Vitamin D: Dr. Robert Malone (deutsche Bearbeitung von as)



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