Müllkrise: Viermal so viele Denguefieber-Tote in Sri Lanka wie 2016

In diesem Jahr starben in Sri Lanka bereits viermal so viele Menschen an den Folgen des Denguefiebers wie im gesamten vergangenen Jahr. Offiziellen Angaben zufolge starben seit Jahresbeginn bereits 290 Menschen an dem durch Moskitos übertragenen Dengue-Virus, mehr als 100.000 steckten sich an.
Nach Angaben des Bildungsministeriums vom Montag soll wegen der beispiellosen Ausbreitung der Krankheit der Schulunterricht landesweit für vier Tage ausfallen. Zehntausende Freiwillige sollen gemeinsam mit Beamten und Soldaten die Moskito-Brutstätten rund um Schulen beseitigen.
Im Jahr 2016 hatten sich in Sri Lanka 55.000 Menschen mit dem Dengue-Virus angesteckt – in diesem Jahr wurden schon mehr als 105.000 Ansteckungen gemeldet. Etwa die Hälfte der Fälle wurde im Westen der Insel gezählt, wo sich die Hauptstadt Colombo befindet. Das Rote Kreuz kündigte an, seine Nothilfe in dem Land auszuweiten.
Beim Einsturz einer Müllkippe am Stadtrand von Colombo waren Mitte April 32 Menschen ums Leben gekommen und hunderte weitere obdachlos geworden. Die Müllkrise sei eine mögliche Quelle für die Ausbreitung der Erkrankung, weil die verrottenden Abfälle in den Straßen den Mücken ideale Brutstätten böten, sagte der Gesundheitsminister des Landes, Rajitha Senaratne, Ende Juni. (afp)
Mehr dazu:
Sri Lanka: Schleppende Müllentsorgung sorgt für Rekordzahl an Denguefieber-Toten
Mindestens 26 Tote und hunderte Obdachlose nach Müll-Katastrophe in Sri Lanka
Rutschende Müllkippe in Sri Lanka begräbt Menschen und Häuser unter sich
vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.
Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.
Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.
Ihre Epoch Times - Redaktion