Vom Raucherhusten: Die Lunge vergisst keine einzige Zigarette
Wer den Raucherhusten ignoriert, dem drohen chronische Entzündungen oder gar bleibende Verengungen der Bronchien. Darauf weist das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" in seiner Maiausgabe hin.
Der Lungen-Kehrdienst kommt nachts
Dass die Lunge sich ausgerechnet am Morgen so geräuschvoll meldet, liegt an den nächtlichen Aufräumarbeiten, die sie in der rauchfreien Phase verstärkt vornimmt. "Ein Raucherhusten ist das Ergebnis dieser Müllabfuhr", erklärt Dr. Michael Barczok, Pneumologe aus Ulm. "Der Körper transportiert damit die angesammelten Schadstoffe nach draußen."
Am Tag jedoch, wenn der Rauch erneut die Luftwege vernebelt, wird der nützliche Kehrdienst teilweise außer Kraft gesetzt. "Am besten für die Patienten wäre es, wenn man den Husten noch im Stadium einer Bronchitis erwischt – also ohne weitere Einbußen der Lunge“, sagt Dr. Thomas Hering, Vizevorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen.
Wer früh genug aufhört, gibt dem Atemsystem noch die Chance, sich zu erholen. "Die Lunge vergisst leider keine einzige Zigarette", bedauert Barczok. "Trotzdem, das Rad lässt sich zwar auch bei einer Bronchitis nicht mehr ganz zurückdrehen, aber den Verfall der Lunge können Sie zumindest abbremsen." (kf)
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