Volksliedinterpret und Moderator Günter Wewel ist tot

Er war Opernsänger und interpretierte Volkslieder. Viele kennen ihn als «Fernseh-Reiseführer» aus der Sendung «Kein schöner Land». Nun ist Günter Wewel im Alter von 88 Jahren gestorben.
Günter Wewel, Opernsänger und TV Moderator,  ist tot.
Günter Wewel, Opernsänger und TV Moderator, ist tot.Foto: Bernd Thissen/dpa
Epoch Times11. Mai 2023

Der Volksliedinterpret und Moderator der erfolgreichen früheren TV-Sendereihe „Kein schöner Land“, Günter Wewel, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 88 Jahren, wie seine Lebensgefährtin am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatten „Westfalenpost“ und „Westfälische Rundschau“ darüber berichtet.

Er sei friedlich eingeschlafen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus seinem familiären Umfeld. Wewel stammt aus Arnsberg im Sauerland. Nach einer Ausbildung bei der Deutschen Bundesbahn studierte er in Dortmund klassische Musik und Oper. Im Anschluss daran gehörte er jahrzehntelang zum Ensemble der Dortmunder Oper. Rund 80 Rollen gehörten zu seinem Repertoire. Mit seinem „basso profundo“ feierte er Erfolge an zahlreichen deutschen und europäischen Häusern. Auch als Volksliedinterpret und Sänger getragener Balladen machte er sich einen Namen.

Bundesweite Bekanntheit erlangte der mit dem Ehrentitel Kammersänger ausgezeichnete Wewel durch zahllose Fernsehauftritte. Von 1989 bis 2007 führte er als Moderator durch die Volksmusik- und Reisesendung „Kein schöner Land“. In mehr als 150 Folgen trat er in dem Format als eine Art Reiseführer durch die schönsten europäischen Landschaften auf und stellte sie mit ihren Brauchtümern, Musiktraditionen und prominenten Köpfen vor.

Kollegen schätzten ihn für seine zugewandte Art, seinen Fleiß und seine Disziplin. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2014 begleitete ihn stets seine Frau Gisela. Die mehr als 60 Jahre lange und von Wewel sehr glücklich genannte Ehe blieb kinderlos. Später zeigte sich Wewel öffentlich mit seiner neuen Lebensgefährtin Ursula Gunkel, einer gemeinsamen Schulfreundin, die er in seiner Arnsberger Heimat wiedergetroffen hatte. (dpa/red)



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