Der „Great Reset“ ist ein „großer Rückschritt“

Was will der „Great Reset“? Den Weltkommunismus. Aktuell ist er dabei, „nicht-konformen“ Menschen Eigentum und Firmen entziehen, kleine Unternehmen zu liquidieren und den unabhängigen Wirtschaftssektor zu zerquetschen. Ein Kommentar.
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Anstehen für eine COVID-Impfung in der Peanut Farm in St Kilda, Melbourne, Victoria, Australien im August 2021 während des Lockdowns. Australien setzt rigorose Maßnahmen durch.Foto: iStock

„Du wirst nichts besitzen, und du wirst glücklich sein.“ Diese konfrontative Aussage stammt vom Weltwirtschaftsforum (WEF), einer internationalen, nichtstaatlichen Lobbyorganisation, die 1971 vom deutschen Ingenieur und Ökonom Klaus Schwab gegründet wurde.

Das Forum hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und sponsert seit seiner Gründung Projekte, die von denjenigen begeistert angenommen werden, die versuchen, die bestehende Weltwirtschaftsordnung zu stürzen.

Das WEF organisiert das berühmte Weltwirtschaftstreffen in Davos, bei dem führende Ökonomen, Politiker und sogar Könige ihre Ansichten über soziale, finanzielle, wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit austauschen. In letzter Zeit hat das WEF entschlossen den „Great Reset“ vorangetrieben. Aber worum geht es dabei?

Radikaler sozialistischer Plan: Beseitigung des Individualismus

Klaus Schwab und Thierry Malleret veröffentlichten im Juli 2020 ein Buch mit dem Titel „COVID-19: The Great Reset“. Mit dieser Publikation versuchen sie, die Schwächen des Kapitalismus aufzuzeigen, die ihrer Meinung nach durch die Pandemie offengelegt wurden.

Die Idee selbst lässt sich bis ins Jahr 1971 zurückverfolgen, als Schwab das WEF gründete und begann, das Konzept des „Stakeholder-Kapitalismus“ zu fördern, das Unternehmen dazu ermutigt, ihre Gewinnorientierung aufzugeben und soziale Funktionen zu übernehmen. Der Ausdruck „Great Reset“ wurde jedoch erst ab dem Jahr 2010 nach der Veröffentlichung des Buches „The Great Reset“ von Richard Florida in vollem Umfang verwendet.

Der Great Reset kann als ein radikaler international-sozialistischer Plan beschrieben werden, der darauf abzielt, die Weltwirtschaft „zurückzusetzen“. Das Ziel ist es, ein stark zentralisiertes, stark reguliertes totalitäres System zu installieren, das dem des chinesischen Sozialkreditsystems ähnelt.

Den Führer der Kommunistischen Partei Chinas (KPC), Xi Jinping, hat Schwab immer wieder gelobt. In einer Erklärung von diesem Jahr sagte er, dass Chinas diktatorisches Regime „signifikante soziale und wirtschaftliche Errungenschaften unter seiner Führung“ erzielt habe.

Der Great Reset zielt auf einen „nachhaltigen“ Wiederaufbau der Gesellschaft nach der COVID-19-Pandemie ab. Dieser Prozess würde die Abschaffung des aktuellen Systems des „Aktionärskapitalismus“ (auch Shareholder-Kapitalismus genannt) und die Beseitigung des „Individualismus“ erfordern.

Gegen Aktionäre: Der „Kapitalismus Chinas“ für alle

Schwab und andere Great-Reset-Befürworter „argumentieren seit Jahrzehnten gegen den Aktionärskapitalismus, und zwar bis in die 1970er-Jahre zurück“, wie „FoxBusiness“ schreibt.

Jetzt wird die COVID-19-Pandemie von ihnen als eine Gelegenheit wahrgenommen, die Welt neu zu gestalten, die digitale Revolution als Waffe einzusetzen und den Planeten vor den angeblichen Auswirkungen des „Klimawandels“ zu retten.

Die digitale Revolution ist weitreichend und versucht, in jeden Aspekt des Lebens der Menschen einzudringen, einschließlich ihrer persönlichen Gedanken und Wünsche. Angestrebt wird, Gesellschaften und Volkswirtschaften mit invasiven Technologien umzugestalten.

Es geht darum, die traditionelle Form des „Aktionärskapitalismus“ durch den „Stakeholder-Kapitalismus“ zu ersetzen, der die Vorstellung ablehnt, dass es das Ziel von Unternehmen ist, die Gewinne der Aktionäre maximieren.

Mit der Befürwortung des „Stakeholder-Kapitalismus“ wird der Gedanke gefördert, dass Unternehmen das Glück und Wohlergehen aller Stakeholder, also aller Mitglieder der Gesellschaft, fördern sollten.

Die Idee rechtfertigt somit einen gigantischen Aufwand, den Reichtum in der Gesellschaft umzuverteilen und die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Nationen auszugleichen.

Der Reset orientiert sich an der Art von „Kapitalismus“, wie er in der Volksrepublik China praktiziert wird und der als „Zweiklassenwirtschaft mit profitablen Monopolen und dem Staat an der Spitze und dem Sozialismus für die Mehrheit unten“ beschrieben wird.

„Nicht-konformen“ Menschen Eigentum und Firmen entziehen

Natürlich ist die Idee, dass Unternehmen ihre Gewinnorientierung aufgeben und das allgemeine Wohl der Menschen und des Planeten verfolgen sollten, konfrontativ, weil sie ihren traditionellen Zweck radikal verändert.

In einem aufschlussreichen Artikel argumentiert der amerikanische Wissenschaftler Michael Rectenwald, dass „Stakeholder-Kapitalismus nicht nur die Reaktion von Unternehmen auf Pandemien und ökologische Probleme wie den Klimawandel erfordert“, sondern auch ein umfassendes Überdenken der Verpflichtungen von Unternehmen gegenüber bereits gefährdeten Gemeinschaften „innerhalb ihrer Ökosysteme“.

Er weist darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft zu diesem Zweck bereits den Umwelt-, Sozial- und Governance-Index (ESG-Index) entwickelt hat, um „denjenigen, die nicht woke sind oder die Vorschriften nicht einhalten, das Eigentum und die Kontrolle über die Produktion zu entziehen“.

Stakeholder-Kapitalismus beinhaltet die Zusammenarbeit der Unternehmenswelt mit Big Government, um den Geist des Individualismus zu zerschlagen, auf den man sich sonst verlassen könnte, um Unternehmen nach dem Aktionärsmodell zu gründen.

Dystopisch: Digitale Kontrolle und autoritäre Regierungen

Die COVID-19-Pandemie hat den Befürwortern des „Great Reset“ enormen Auftrieb gegeben, weil sie die Liquidierung vieler kleiner Unternehmen zur Folge hatte, autoritäre Entscheidungsprozesse erleichterte, das Wettbewerbsverhalten in der Wirtschaft ausschaltete, einen unhaltbaren Wohlfahrtsstaat schuf, die Bildung der Kinder beeinträchtigte und den unabhängigen Wirtschaftssektor vernichtete.

Es hat auch die digitale Kontrolle von Menschen beschleunigt und den Einsatz von Gesichtserkennungs- und Datenerfassungstechnologien exponentiell verstärkt, gepaart mit uneingeschränkten Kontrollmechanismen, der Auferlegung von Impfverordnungen, enormen Versorgungsproblemen und einer unrealistischen Null-Emissions-Rhetorik.

Die Reaktion der autoritären Regierung auf die Pandemie hat die Gesellschaft in eine wahrhaft dystopische Landschaft verwandelt.

Die durch die digitale Revolution verursachten Veränderungen an sich mögen weder ungewöhnlich noch unerwünscht sein, aber die Nutzung der technologischen Entwicklungen zur Herbeiführung des Great Reset ist bedrohlich.

Jeglichen Widerstand gegen den Kommunismus brechen

Der Reset wird auch durch soziale Entwicklungen wie Cancel Culture, politische Korrektheit und die BLM-Bewegung (Black Lives Matter) unterstützt.

Die BLM-Hauptgründerin Patrisse Khan-Cullors, hat in ihrem Bestseller „When They Call You a Terrorist: A Black Lives Matter Memoir“ über ihre Bewegung geschrieben, und ihre „Wertschätzung für die Arbeit der Kommunistischen Partei der USA“ enthüllt, insbesondere für die schwarzer Kommunisten.

In Bezug auf Cancel Culture beschreibt Alan Dershowitz, der Felix-Frankfurter-Professor für Rechtswissenschaften an der Harvard University, sie als den „neuen McCarthyismus der ‚woken‘ Generation“.

Wie beim alten McCarthyismus, so erklärt er, „werden Karrieren beendet, Vermächtnisse zerstört, Familien auseinandergerissen und sogar Selbstmorde verursacht – ohne den Anschein eines ordnungsgemäßen Verfahrens oder der Möglichkeit, die oft falschen oder übertriebenen Anschuldigungen zu widerlegen.“

Was die „politische Korrektheit“ betrifft, so erklärt Dershowitz, wie „der Begriff genau während des Stalin-Regimes geprägt wurde, um der freien Meinungsäußerung, dem freien Denken und anderen Freiheiten Grenzen aufzuerlegen“.

Alle internationalen sozialistischen Bewegungen sind vereint in ihrem gemeinsamen Ziel, jeglichen Widerstand gegen die kommunistische Great-Reset-Agenda zu beseitigen. Daher werden Bespitzelung, Unterdrückung der Redefreiheit, Entmutigung von Individualismus, Künstliche Intelligenz und Gesichtserkennungstechnologien, staatlich sanktionierte Diskriminierung der Ungeimpften und die Zuweisung von Sozialkreditpunkten verwendet, um das Aufkommen einer neuen Weltwirtschaftsordnung zu erleichtern.

Warum sollte man ein Unternehmen aufbauen?

Es ist zweifelhaft, ob der „Stakeholder-Kapitalismus“ überhaupt funktioniert. Warum sollte jemand ein Unternehmen aufbauen wollen, wenn nicht zu Gewinnzwecken?

Man könnte sich vorstellen, dass der Great Reset, wenn er abschreckend auf die Gründung von Unternehmen wirkt, die Funktionsweise des Kapitalismus verändern wird. Tatsächlich missversteht der „Stakeholder-Kapitalismus“ die Natur des Menschen grundsätzlich. Diese besteht darin, sich um sich selbst zu kümmern – und dabei nicht durch den Great Reset, eine Form des „kommunistischen Kapitalismus“ behindert zu werden.

Australien ist auf dem besten Weg, diese neue zerstörerische Mission umzusetzen und sich auf die schöne neue Welt vorzubereiten. Zu diesem Zweck hat die Regierung das „Industry 4.0 Advanced Manufacturing Forum“ eingerichtet, das eine Website unterhält, auf der sie die Verbindung der physischen Welt mit der digitalen Welt fördert.

Es wird argumentiert, dass dies „unsere traditionellen Herausforderungen wie hohe Arbeitskosten und die Entfernung zu den Märkten ausgleichen wird“.

In Anbetracht des entschlossenen Versuchs, die Zwecke von Unternehmen zu ändern, glaubt Rectenwald, dass der Große Reset ein „Großer Rückschlag“ ist. Er schließt seinen Artikel optimistisch mit der Vorhersage, dass der Great Reset scheitern wird, weil seine Ziele „nicht nur von der Auslöschung freier Märkte, sondern auch der individuellen Freiheit und des freien Willens abhängen“.

Rectenwald sagt voraus, dass der Reset zum Scheitern verurteilt ist, sofern wir ihn „mit aller Kraft“ bekämpfen.

Argwöhnisch bleiben

Die WEF-Aussage „Du wirst nichts besitzen, und du wirst glücklich sein“ ist verantwortungslos. Sie missachtet die Realität, dass die Gesellschaft aus Individuen mit freiem Willen besteht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Befürworter des Great Reset die COVID-19-Pandemie als Gelegenheit betrachten, ihre Art des Kommunismus des 21. Jahrhunderts einzuführen. Sollte ihr Plan erfolgreich sein, würde das gegenwärtige Wirtschaftssystem durch ein zentralisiertes Wirtschaftssystem ersetzt, das die Rechte des Einzelnen aushöhlt.

 

Gabriël A. Moens ist emeritierter Professor für Rechtswissenschaften an der University of Queensland und war stellvertretender Rektor und Dekan der Murdoch University (Australien). Im Jahr 2003 wurde Moens vom Premierminister mit der Australian Centenary Medal für seine Verdienste um die Bildung ausgezeichnet. Er hat in ganz Australien, Asien, Europa und den Vereinigten Staaten gelehrt. 

Augusto Zimmermann ist Professor und Leiter des Fachbereichs Recht am Sheridan Institute of Higher Education in Perth. Er ist außerdem Präsident der Western Australian Legal Theory Association und war von 2012 bis 2017 Mitglied der Rechtsreformkommission von Westaustralien. Zimmermann ist außerordentlicher Professor an der University of Notre Dame Australia und hat mehrere Bücher mitverfasst, darunter „COVID-19 Restrictions & Mandatory Vaccination-A Rule-of-Law Perspective“.

Der Artikel erschien zuerst bei The Epoch Times USA: The ‘Great Reset’ Is a ‘Great Setback’ (deutsche Bearbeitung ks) und in der Wochenzeitung Ausgabe 36 am 25. März 2022.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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