Berühmtes Radioteleskop Arecibo in Puerto Rico eingestürzt

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Das einst weltgrößte Radioteleskop ist in Arecibo, Puerto Rico, in sich zusammengefallen.Foto: Yamil Rodriguez/Aereomed/AP/dpa/dpa
Epoch Times1. Dezember 2020

Das unter anderem aus dem James-Bond-Film „GoldenEye“ bekannte Radioteleskop Arecibo in Puerto Rico ist eingestürzt. Die an Stahlseilen über einem riesigen Parabolspiegel befestigte Vorrichtung brach am Dienstagmorgen plötzlich ein, wie die US-Wissenschaftsbehörde National Science Foundation mitteilte.

„Wir können bestätigen, dass die Plattform unerwartet eingestürzt ist und dass keine Berichte über Verletzte vorliegen“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP über das einst größte Radioteleskop der Welt. Astrobiologie-Professor Abel Méndez von der Universität von Puerto Rico in Arecibo sprach von einer „totalen Katastrophe“.

Zwei Stahlseile gerissen

Erst Mitte November hatte die National Science Foundation erklärt, dass das 57 Jahre alte Radioteleskop abgebaut werden soll. Demnach waren am 10. August und am 6. November zwei Stahlseile gerissen, die die 900 Tonnen schweren Geräte über dem Parabolspiegel mit einem Durchmesser von 305 Metern hielten. Ingenieure befürchteten, dass auch die übrigen Stahlseile jederzeit reißen könnten, was eine Reparatur sehr gefährlich gemacht hätte.

Der Betrieb des Radioteleskops war 1963 aufgenommen worden. Im Laufe der Jahrzehnte ermöglichte das Arecibo-Observatorium zahlreiche astronomische Entdeckungen. Einem größeren Publikum wurde das Radioteleskop durch den James-Bond-Agentenfilm „GoldenEye“ (1995) mit Pierce Brosnan und dem zwei Jahre später in die Kinos gekommenen Science-Fiction-Film „Contact“ mit Jodie Foster bekannt. (afp)



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