Kinderpornografie: Ehemaliger leitender ABC-Produzent bekennt sich schuldig

Das FBI hat einen ehemaligen ABC-Mitarbeiter wegen Kinderpornografie überführt. Nun sitzt er in U-Haft und wartet auf sein Urteil.
Titelbild
Das Gebäude des US-Justizministeriums in Washington am 28. Juni 2023.Foto: Madalina Vasiliu/The Epoch Times
Von 27. Juli 2023

Ein leitender Ex-Produzent von „ABC News“ hat sich der Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornografie schuldig bekannt.

James Gordon Meek, 53, arbeitete einige Zeit lang als leitender Anti-Terror-Berater des Ausschusses für innere Sicherheit des US-Repräsentantenhauses, bis er Anfang 2023 vom FBI festgenommen wurde. Nun hat er sich schuldig bekannt, Kinderpornografie auf Social-Media erhalten und weitergeleitet zu haben, wie aus einer am 21. Juli veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht.

Meek räumte ein, bewusst gegen US-Gesetze verstoßen zu haben, welche die Verbreitung von Kinderpornografie sowie deren Besitz oder den Zugriff darauf „mit der Absicht, sie anzusehen“, verbietet. Das Urteil soll am 29. September gefällt werden. Ihm drohen zwischen fünf Jahren und 40 Jahren Gefängnis. Er könnte auch zu einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Dollar verurteilt werden.

Meek hat zugegeben, seit dem Jahr 2020 Kinderpornos zu besitzen. Eine ABC-Sprecherin sagte der Epoch Times, dass der Sender Meek bis zum Jahr 2022 beschäftigte – genau genommen bis zum April 2022. Sein letzter Artikel erschien am 14. April 2022. Meek arbeitete bereits seit dem Jahr 2013 für „ABC News“ und war davor für die Zeitung „New York Daily News“ tätig. Er ist seit seiner Festnahme im Januar 2023 in Untersuchungshaft.

Meeks Anwalt reagierte nicht auf eine Bitte von Epoch Times um Stellungnahme.

Ermittlungen

Das Unternehmen Dropbox, das Menschen die Möglichkeit bietet, Bilder und andere Materialien zu speichern und auszutauschen, entdeckte im Jahr 2021 Kinderpornografie auf Meeks Konto und alarmierte das FBI, wie aus Gerichtsakten hervorgeht. Das Konto wurde durch eine Untersuchung von IP-Adressen mit Meek in Verbindung gebracht. Am 27. April 2022 wurde seine Wohnung in Arlington, Virginia schließlich durchsucht.

Die Behörden gaben an, ein iPhone 8 gefunden zu haben, das mehrere Gespräche mit einem Nutzer mit dem Namen „Pawny4“ enthielt. Die Diskussionen enthielten eindeutige Hinweise auf den Tatbestand. In den Audioaufzeichnungen sprachen die Personen „begeistert über den sexuellen Missbrauch von Kindern“, heißt es in der Klageschrift. Bei zwei Gesprächen empfing und verschickte der Nutzer kinderpornografische Bilder und Videos.

Die Behörden stellten fest, dass die mit der SIM-Karte des Telefons verknüpfte Nummer dieselbe war, die zuvor mit Meeks Dropbox- und Gmail-Konten in Verbindung gebracht wurde. Das Gerät trug den Namen „Bone Machine“ und der Hostname lautete unter anderem James G. Meek.

Reisen nach North und South Carolina

Laut den von den Behörden beschafften Reiseunterlagen flog Meek im Februar 2020 mit dem Flugzeug nach North Carolina und anschließend nach South Carolina.

Als er sich in oder in der Nähe von Rock Hill, South Carolina, aufhielt, nutzte er sein Telefon, um mit zwei verschiedenen Personen Nachrichten auszutauschen, wie Meek gestand. Während der Gespräche wurden Kinderpornos geteilt, in die mindestens ein Kleinkind involviert war. Einer früheren Gerichtsakte zufolge führte Meek ähnliche Gespräche über Snapchat und unterhielt sich mit mindestens einer Minderjährigen.

Die Strafverfolgungsbehörden identifizierten das junge Mädchen, das ihnen erzählte, dass Meek und andere Männer sie auf Snapchat kontaktierten und sie unter Druck setzten, erotische Bilder zur Verfügung zu stellen. Meek nahm das Telefon mit, als er mit dem Flugzeug zurück nach Virginia flog.

Auf Meeks Computer, einer externen Festplatte und drei weiteren Telefonen wurden ebenfalls „mehrfache Darstellungen von Minderjährigen bei sexuellen Handlungen“ gefunden, wie Herr Meek zugab.

In einer früheren Einreichung bei Gericht heißt es: „Der Angeklagte wusste, dass seine elektronischen Geräte solche Bilder enthielten, dass die gezeigten Personen minderjährig waren und dass zumindest einige der abgebildeten Personen vorpubertär und Minderjährige unter zwölf Jahren waren“, so die Staatsanwaltschaft. Meek bestätigte die Vorwürfe.

Vor dem Schuldeingeständnis baten Meeks Anwälte darum, ihn bis zum Prozess freizulassen. Ihrer Ansicht nach stellte er keine Gefahr für die Gemeinschaft dar. Meek hat zwei Töchter und ist nicht vorbestraft. Seit der Razzia bei sich zu Hause lebt er bei seiner Mutter.

Die Anwälte betonten: „Es gibt keinerlei Anschuldigung, dass Meek jemals körperlichen Kontakt mit einer Minderjährigen hatte […] oder auch nur versucht hat, sich mit einer Minderjährigen zu unangemessenen Zwecken zu treffen“.

Er unterscheide sich daher von „Personen, die tatsächlich sexuellen Missbrauch von Minderjährigen betrieben oder versucht haben.“

Sichere Kindheit

Das FBI wurde bei seinen Ermittlungen gegen den Ex-Produzenten von den Anwälten des US-Justizministeriums und der Polizeibehörde des Arlington County unterstützt. Laut Ministerium wurde der Fall im Rahmen einer Operation namens „Project Safe Childhood“ [Projekt sichere Kindheit] untersucht.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine landesweite Aktion zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung von Kindern. Das Justizministerium hat das Projekt im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Seither wird es von US-Staatsanwälten und der Abteilung gegen Kindesmissbrauch geleitet.

„Project Safe Childhood“ bündelt die Ressourcen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, um Personen, die Kinder über das Internet ausbeuten, leichter ausfindig zu machen, festzunehmen und strafrechtlich zu verfolgen sowie die Opfer zu identifizieren und zu retten“, so das Ministerium.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: Former ABC Reporter Pleads Guilty to Possessing Child Pornography (deutsche Bearbeitung nh)



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