Putin zur künstlichen Intelligenz: „Wer in KI-Technologien führt, beherrscht die Welt“

In der künstlichen Intelligenz liege die Zukunft Russlands und die der Menschheit, meint Russlands Präsident Wladimir Putin. Und wer in diesem Bereich die Führungsrolle übernimmt, werde die ganze Welt beherrschen, so der Präsident.
Titelbild
Russlands Präsident Wladimir PutinFoto: MIKHAIL KLIMENTYEV/AFP/Getty Images
Epoch Times8. September 2017

Die künstliche Intelligenz (KI) sei nicht nur die Zukunft Russlands, sondern auch die der ganzen Menschheit. Das meinte Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen Freitag – dem offiziellen Beginn des Schuljahres in Russland.

Jedes Jahr hält er an diesem Tag eine Unterrichtsstunde, die via Satellit live in Schulen im ganzen Land übertragen wird. Die Schüler können ihm dabei Fragen stellen und von ihren Interessen erzählen. Die volle Übertragung wurde auf der Seite des Kremls veröffentlicht (nur auf Russisch).

Die offenen Schulstunde mit Wladimir Putin am 1. September 2017 mit dem Motto „Zukunftsorientiertes Russland“,  Foto: Seite des Kremls/Screenshot

Während eines dieser Gespräche warnte der Präsident vor Bedrohungen, die mit der KI einhergehen: „In ihr liegen kolossale Möglichkeiten, aber auch Bedrohungen, die heute schwer vorherzusagen sind“.

Deswegen würde er es nicht gerne sehen, dass jemand eine Monopolstellung in KI-Technologien genießt, denn „wer in diesem Bereich führt, beherrscht die Welt“, sagte Putin den fast eine Million Schülern, die seine Lehrstunde live mitverfolgten.

Sollte Russland die Führungsposition in der Entwicklung künstlicher Intelligenz einnehmen, werde es sein Wissen mit anderen Ländern teilen, wie es das bereits in der Kerntechnik tut, erklärte der Präsident.

Nordostpassage: Die Zukunft des Warentransports von Europa nach Asien?

Außerdem äußerte sich Putin auch zur Nordostpassage und den Transport von Waren von Europa nach Asien. Der Seeweg über das Nordpolarmeer sei viel kürzer als die Route über den Sueskanal und den Indischen Ozean, so der Präsident. Das würde den Gütertransport beschleunigen und sich positiv auf die Haltbarkeit der Ware auswirken. Deswegen seien viele Länder an der Entwicklung dieser Route interessiert.

Die Nordostpassage (blau) und die traditionelle Route über den Sueskanal und den Indischen Ozean (rot) im Vergleich. Foto: Wikipedia/CC/Collin Knopp-Schwyn and Turkish Flame

Russland habe bereits begonnen, die nördlichen Gebiete ausbauen und Service-Stationen einzurichten. Nur so könne die Sicherheit für die zukünftigen Nutzer der Passage gewährleistet werden, erklärte der russische Präsident.

Während der 45-minütigen Schulstunde diskutierte Putin über viele Themen: Vom Weltraum und der Medizin, über die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns bis zur Bedeutung der Kognitionswissenschaft war alles dabei.

(as)



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