Weltethos-Institut an der Universität Tübingen gegründet

Die Welt der Zukunft braucht eine gemeinsame Interpretation von Werten und Zielen, damit anständiges Wirtschaften als Übereinkunft zukünftige Wirtschaftskrisen vermeiden kann.
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Foto: globaleconomicethic.org
Von 14. Mai 2011

Die wirtschaftliche Globalisierung kann mit transkulturell akzeptierten rechtlichen und moralischen Spielregeln gelingen. An der Universität Tübingen wird von der Stiftung Weltethos ein Institut für Weltethos (Global Ethic Institute) errichtet. Die Finanzierung der Weltethos-Stiftung und des Weltethos-Instituts erfolgt über die KSG (Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung), wobei das Weltethos-Institut über ein Etat von einer Million Euro verfügt.

Das Weltethos-Institut (WEIT) arbeitet sowohl in den Bereichen von Weltethos und Weltreligionen, internationale Politik, globale Wirtschaft, Schule – Erziehung, als auch Kultur. Es dient laut Satzung der „Grundlagenforschung und Lehre zur wissenschaftlichen Fundierung der Idee eines Weltethos in der Gesellschaft und globalen Wirtschaft im Sinne der Förderung eines Dialogs der Religionen und Kulturen“.

Damit die Fragen des Globalen Wirtschaftsethos fundiert und konkretisiert werden, soll erst einmal eine Professur für Globales Wirtschaftethos (Global Business Ethic) eingerichtet werden, deren Inhaber auch Direktor des Weltethos-Instituts sein wird. Auch werden internationale Gastwissenschaftler projektbezogen am Weltethos-Institut forschen und lehren. Grundlage für praxistaugliche Konzepte zur Einführung eines Globalen Wirtschaftsethos ist das von der Stiftung Weltethos erarbeitete Manifest „Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft“.

Die Stiftung Weltethos wurde 1995 vom Tübinger Theologen Prof. Dr. Hans Küng gegründet. Programmatische Grundlage der Stiftungsarbeit ist die „Erklärung zum Weltethos“ des Parlaments der Weltreligionen (Chicago 1993). Küng sagte anlässlich der Gründung des Weltethos-Instituts, dass er sehr erfreut sei, noch einen Beitrag zur Exzellenzinitiative leisten zu dürfen. Küng betonte besonders: „Das Engagement des Aichtaler Unternehmers Prof. h.c. Karl Schlecht, Erfinder der berühmten Putzmeister-Betonpumpen, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Mit dem Weltethos-Institut hat ihr Engagement eine ganz neue, einzigartige Dimension erreicht.“

Dieses besondere Engagement zeigt der schwäbische Pumpenhersteller Karl Schlecht, indem er 99 Prozent der Aktien der Putzmeister Holding GmbH in eine gemeinnützige Stiftung, die KSG, umwandelte. Der Gipser-Sohn erlangte seinen immensen Reichtum als Erfinder einer Verputz-Maschine, dem Putzmeister, und schaffte es nicht nur zur Ehrenprofessur, sondern auch zu einem der weltweit führenden Hersteller von Betonpumpen mit 22 Gesellschaften. Die Putzmeister Holding war unlängst in der Presse durch den Einsatz ihrer einzigartig großen Betonpumpen in Fukushima, die schon in Tschernobyl eingesetzt wurden.

 

Weitere Informationen: Globales Wirtschaftsethos

 

Foto: globaleconomicethic.org


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