Online-Trading: Immer mehr individuelle Investoren in Europa

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Epoch Times2. Oktober 2023

Steigende Inflation, sinkende Zinsen und hohe Lebenshaltungskosten plagen derzeit viele Menschen in Europa. Die wenigsten fühlen sich mit ihrem Geld am Sparbuch noch wohl, schließlich findet hier eine laufende Geldentwertung statt.

Auch andere Sparoptionen wie der Bausparvertrag bieten oftmals nicht mehr die Konditionen, die von Kunden gewünscht werden, weshalb diese auf alternative Finanzoptionen umsteigen. Dabei wagen immer mehr Menschen den Schritt in den Investment-Bereich und legen einen Teil ihres Vermögens in Aktien, Kryptowährungen oder Fonds an.

Auch wenn diese Investitionen keine Garantie für eine Wertsteigerung bieten, sehen viele Menschen darin deutlich bessere Chancen, ihr Erspartes zu vermehren. Dank der Investitionsmöglichkeiten im Netz ist der Schritt an Online Börsen heute niederschwelliger denn je. Damit steigt die Zahl der individuellen Investoren in Europa deutlich an!

Online-Plattformen erleichtern Einstieg

Bevor das Internet eine Vielzahl an Trading-Optionen bereitgestellt hat, führte kein Weg an professionellen Aktienmaklern vorbei, wenn man an einer Börse investieren wollte. Dabei fielen oftmals hohe Spesen an, gleichzeitig hatte man seine Investitionen nicht direkt in der eigenen Hand, sondern musste auf die Expertise des Maklers vertrauen.

Heute sieht die Finanzlandschaft dank des World Wide Webs ganz anders aus. Auf Plattformen wie MetaTrader 4 können Anleger mit jedem Wissensstand starten, erste Investitionen zu tätigen. Das Portal ist dabei so aufgebaut, dass es leicht verständlich und intuitiv genutzt werden kann.

Dazu gibt es eine eigene Lernsektion, in der alle wichtigen Informationen für absolute Laien an der Börse gefunden werden können. Außerdem müssen keine großen Beträge gewählt werden, stattdessen beginnen Neulinge am Aktienmarkt mit kleinen Investitionen oder erstellen sich ein Demokonto, mit dem sie gänzlich ohne Geldeinsatz erste, fiktive Trades abschließen und die Kursbewegungen mitverfolgen können.

Zahl der Aktionäre steigt

Wirft man einen Blick auf die Statistik des deutschen Aktieninstitutes DAI, so sieht man, dass die Zahl der Aktionäre 2022 wieder deutlich gestiegen ist. So sollen in Deutschland rund 12,9 Millionen Menschen deutschlandweit in Aktien, Fonds und ETFs investiert haben. Das sind insgesamt 830.000 mehr als im Vorjahr.

So haben rund 15 % der Deutschen alleine in diesem Jahr neue Investitionen getätigt. In Österreich soll die Zahl etwas niedriger sein, doch auch hier kam bei einer Umfrage von Rendity aus 2020 heraus, dass etwa 12 % der befragten Österreicher Aktien und andere Anlagewerte besitzen.

Die Schweiz liegt unter den Anlegern ganz vorne: Mittlerweile steht die Zahl bei etwa 20 %, vor einigen Jahren waren es jedoch noch fast 32 %. Damit ist die Schweiz eines der wenigen europäischen Länder, deren Börsentätigkeiten unter den individuellen Investoren weniger geworden sind. Auch im skandinavischen Raum ist das Interesse gestiegen. Besonders in Schweden soll die Anzahl der Anleger gewachsen sein.

Heimische Unternehmen an der Börse

Viele Trader aus dem europäischen Raum möchten heute bei ihren Investitionen heimische Unternehmen unterstützen, statt in die großen Tech-Giganten aus den USA, Japan oder China zu investieren. Dazu stehen zahlreiche spannende Konzerne bereit: vom alteingesessenen Traditionsbetrieb bis zum innovativen Tech-Unternehmen ist alles dabei. Die erfolgreichsten europäischen Betriebe werden bspw. im Aktienindex EURO STOXX 50 abgebildet. In der Liste der 50 Konzerne findet man Adidas und Volkswagen aus Deutschland, Airbus aus Frankreich, Banco Santander aus Spanien oder Nokia aus Finnland.

Die klassische Aktie ist heute aber schon lange nicht mehr nur das einzige Finanzinstrument auf dem Markt. Andere Anlageformen wie der genannte Aktienindex, aber auch ETFs oder CFDs gehören zu den beliebtesten Angeboten der Trading-Plattformen. Gehandelt wird außerdem mit Kryptowährungen, Devisenpaaren und vielem mehr.

In Europa hat die Zahl der individuellen Anleger im Trading-Sektor zugenommen. Immer mehr Menschen sehen das klassische Sparbuch nicht mehr als sinnvolle Möglichkeit, um ihr Vermögen zu verwahren. Stattdessen wagen sie den Schritt an die Börse und versuchen, mit Dividenden und erfolgreichen Trades ein zusätzliches Einkommen zu generieren. Ob das klappt oder nicht, hängt von der eigenen Handelsstrategie ab, gleichzeitig spielt aber auch der Zufall eine gewisse Rolle.



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