Neun von zehn Haushaltshilfen arbeiten schwarz

Ein Frau putzt. Ein Putzmittelstudie warnt vor Atemwegsbelastungen durch Schadstoffpartikel beim Putzen.
Ein Frau putzt.Foto: Franziska Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Epoch Times20. März 2022

In Deutschland arbeiten neun von zehn Haushaltshilfen schwarz. Das zeigen neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. „Rund 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland beschäftigen jemanden, ohne die Tätigkeit offiziell anzumelden“, schreibt das IW. Für die Studie wurden Umfrageergebnisse mit der Zahl gemeldeter Arbeitsverhältnisse abgeglichen.

Rechnerisch dürften demnach vier Millionen Haushalte Hilfe in Anspruch nehmen – den Behörden bekannt seien aber nur 400.000 entsprechende Arbeitsverhältnisse, 330.000 davon Minijobs. Laut IW greifen vor allem Besserverdiener auf Haushaltshilfen zurück.

Das monatliche Durchschnittseinkommen in Haushalten mit Hilfskraft betrage 4.800 Euro – und liege damit deutlicher höher als bei Haushalten ohne Aushilfe. Auch kämen in Haushalten mit pflegebedürftigen Personen wesentlich mehr Haushaltshilfen als andernorts zum Einsatz.

Die Schwarzarbeit birgt Risiken, wie das IW warnt: Neben dem Entdeckungsrisiko müssten unter der Hand Beschäftigte mit einem fehlenden Versicherungsschutz und ohne soziale Absicherung leben. (dts/red)



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