Gifte in Radlerhosen

BUND fordert strengeres Chemikaliengesetz
Von 3. Mai 2006

Laut neuesten Ergebnissen der Zeitschrift Ökotest enthalten sämtliche der auf Chemikalien getestete Radlerhosen Dibutylzinn (DBT), einige weisen extrem hohe Werte auf. DBT gelangt über die Haut in den Körper und wirkt schädigend auf das menschliche Immunsystem.

Zusätzlich wurde in vier der getesteten Fahrradhosen der problematische und unnötige Bakterienstopper Triclosan nachgewiesen. Triclosan greift die natürliche Schutzflora der Haut an, kann zu Hautreizungen führen, Allergien auslösen, Leber- und Nierenschäden verursachen und steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

Patricia Cameron, BUND-Chemikalienexpertin: „Die gefundenen Chemikalien sind nur zwei von vielen Schadstoffen, die uns täglich belasten und unsere Gesundheit beeinträchtigen.“ Aufgrund des Drucks der Chemieindustrie sei bisher im Entwurf der europäischen Chemikalienverordnung REACH der wirksame Schutz vor gefährlichen Chemikalien verhindert worden. Ende Juni 2006 wird der Gesetzesentwurf erneut dem Europäischen Parlament vorgelegt. 

Insgesamt testete die Zeitschrift Ökotest 14 Fahrradhosen. Nur zwei der getesteten Produkte erhielten die Gesamtnote „gut“. Bei mehr als der Hälfte der Fahrradhosen vergab Ökotest ein „ungenügend“. Das Ergebnis der Untersuchung zeige auch, dass teure Markenprodukte kein Garant für schadstoffarmes Material seien. Das teuerste Produkt wies die höchste Konzentration von DBT auf.

Die ausführlichen Ergebnisse des Produkttests sind im neuen Öko-Test-Magazin 5/2006 erschienen.



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