Städte äußern Sorge vor Start des Sammelsystems für Elektroschrott

Abgabepflicht für Altgeräte ab (dem morgigen) Freitag
Titelbild
Ein Mitarbeiter der BSR sortiert am Mittwoch, 22. Maerz 2006 auf dem Berliner Recyclinghof der BSR in Berlin-Neukoeln Elektroschrott. Ab dem 24. Maerz 2006 duerfen keine Elektrokleingeraete mehr in die Restmuelltonnen, sondern sollen kostenlos beim nchstgelegenen ffentlich-rechtlichen Entsorger abgeben werden. (AP Photo/Franka Bruns)
Epoch Times23. März 2006

Berlin – Die Kommunen befürchten massive Probleme beim Start des neuen Rücknahmesystems für Elektroschrott am (morgigen) Freitag. Noch fehlten bei einem Drittel der kommunalen Sammelstellen die nötigen Container, die von den Geräteherstellern bereit gestellt werden sollten, erklärte der Deutsche Städtetag am Donnerstag in Berlin.

»Die Städte haben ihre Hausaufgaben gemacht«, betonte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus. »Es sind die verantwortlichen Hersteller, die ihren Pflichten nicht vollständig nachgekommen sind.« Dem Start des Systems sehe man deshalb »mit großer Sorge« entgegen.

Verbraucher dürfen künftig keine Elektrogeräte – und seien sie auch noch so klein – mehr in den Hausmüll werfen, sondern müssen sie bei einer der bundesweit 1.500 kommunalen Sammelstellen abgeben. Dort werden aber keine Gebühren mehr fällig. Die Abholung vom Recyclinghof und die Entsorgung übernehmen die Hersteller. Neue Geräte tragen künftig das Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne, um darauf hinzuweisen, dass sie nicht in den Hausmüll dürfen. Dies gilt aber auch für Altgeräte, die bereits seit Jahren auf dem Speicher lagern.

Die Hersteller von Elektrogeräten haben bereits angekündigt, dass die Kosten für das neue Entsorgungssystem von rund 500 Millionen Euro im Jahr vermutlich die Preise für Neuware in die Höhe treiben werden. Ziel des neuen Verwertungssystems ist es, kostbare Wertstoffe zurückzugewinnen und Gifte – etwa ozonschädliche Kühlmittel aus Kühlschränken – ohne Schaden für die Umwelt zu entsorgen.

Der Naturschutzbund NABU begrüßte das neue Sammelsystem als wichtigen Beitrag für die Umwelt und das Wertstoffrecycling. Die Umweltgruppe forderte den Handel auf, mit freiwilliger Rücknahme von alten Geräten beim Neukauf die Sammlung verbraucherfreundlicher zu gestalten.

http://www.bmu.bund.de/



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