Gesicht des Ur-Monds durch Krater enthüllt

Der NASA-Satellit M3 Moon (Mineralogy Mapper) hat entdeckt, dass ein zentraler Bereich des Apollo-Beckens einen bisher nicht entdeckten Teil der uralten Oberfläche des Mondes beherbergen könnte. Durch die Bilder von der Kruste des Mondes  können die Geologen nun einen genauen Blick in die frühere Geschichte des Erdtrabanten werfen.

Das Apollo-Becken ist ein Krater, der im Südpol-Aitken-Becken (englisch: South Pole-Aitken, kurz: SPA) liegt und durch den Einschlag eines Asteroiden mit einem Durchmesser von 480 Kilometern entstand. Beide Becken zählen zu den ältesten Mondkratern. Das Alter eines Kraters wird geschätzt, indem man die Anzahl der kleineren Einschlagstellen zählt, die die alten bedecken.

Da der Mond seit Milliarden von Jahren von Asteroiden bombardiert wird, liegt die ursprüngliche Oberfläche unter ihrem Schutt und der beim Einschlag entstehenden verfestigten Lava. Deshalb gibt es nur ganz wenige Orte, an denen die ursprüngliche Oberfläche des Mondes zu sehen ist. Noch schwieriger ist es,  sich einen Blick in die tiefer liegende Kruste des Mondes zu verschaffen.

„Der Asteroid, der das SPA-Becken formte, hat wahrscheinlich die Mondkruste und vielleicht auch den oberen Mantel durchschlagen. Die verfestigte Gesteinsschmelze des Einschlags, die das zentrale Becken bildet, wäre dann ein Gemisch verschiedener Schichten. Wir erwarteten, dass der Eisenanteil geringfügig höher ist als auf dem Boden des Apollokraters, da der Einschlag tiefer war. Das konnten wir auch durch M3 bestätigen. Jedoch sehen wir auch, dass das zentrale Gebiet im Apollo-Krater mehr Eisen als die umgebenden Berge enthält. Das bedeutet, dass der Apollo-Asteroid eine Schicht der Mondkruste zwischen der Oberfläche und den tiefsten Kratern wie dem SPA-Becken geöffnet hat“, erklärte Noah Petro vom NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland in einer Presseveröffentlichung.

Wie die NASA berichtet, befinden sich die schweren Mineralien wie Eisen gewöhnlich im Kern, während leichtere Materialien wie Kalium und Natrium eher in der Nähe der Oberfläche sind und somit die ursprüngliche Oberfläche des Mondes gebildet haben müssen.

Crater Reveals Ancient Surface of the Moon



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