Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel

Epoch Times25. Oktober 2010

Cafeteria-roenbergensis-Virus (CroV) nennt es sich und ist das wohl größte im Meer lebende und zweitgrößte überhaupt bekannte Virus seiner Art. Es befällt eine weitverbreitete Plankton-Art, was wiederrum großen Einfluss auf die Nahrungskette in Ozeanen hat. Ein in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichter Bericht eines britisch-kanadischem Forscherteams um Curtis Shuttle von der University of Bristish Columbia in Vancouver schildert erste Forschungsergebnisse.

Die bisher bekannten Viren seien sehr einfach in ihrer Struktur und arm an Genen. Das Erbgut des neuen Meeresvirus sei im Gegensatz dazu um einiges umfangreicher und übertreffe sogar das von komplexen Einzellern. Das Forscherteam stellte fest, dass das Erbgut dieses Virus aus ungefähr 730.000 DNA-Basenpaaren bestünde. Eine solche Größe sei bisher von keinem bekannten Virus erreicht worden, was es zum zweitgrößten Virus auf der Erde macht.

Der Wirt des Virus ist eine Zooplankton-Art. Unbekannt sei jedoch bisher die Rolle des Virus in der Nahrungskette. Plankton ist wichtiger Bestandteil im Kohlenstoffkreislauf und zuständig für die Verwertung von Nährstoffen in Meeren und auch Süßwassersystemen.

Den Wissenschaftlern bleibt derzeit nur die Vermutung, dass CroV nur ein Vertreter von größeren Gruppen von weiteren noch unentdeckten Riesenviren ist. (ema)

 



Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion